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Hier habe ich also ein paar Sachen aufgelistet über die ich im Laufe meines bisherigen Projektverlaufes gestolpert bin. Manches davon ist für viele von Euch bereits kalter Kaffee aber Anfänger wie ich sparen oft viel Zeit und Ärger mit solchen kleinen Kniffen. Die beste Auflistung solcher Tips habe ich bei den Jungs von CH601.org und CH701.org gefunden (Englisch) Wenn noch jemand einen brauchbaren Tip auf lager hat, immer her damit! Ich stell' das dann hier auf die Seite. des
Rätsels Lösung Die Nieten werden im Kit mitgeliefert, es sind AVEX luftfahrtkonforme Senkkopf-Blindnieten. Die Nietenlöcher werden jedoch nicht angesenkt sondern die Niete wird durch die spezielle Form des Kopfes zu einer Art Linse geformt. Das hat den Vorteil, daß die Nietköpfe absolut plan an der Aluhaut anliegen und sich kein Wasser oder Schmutz in den Ritzen sammelt. Die Linsenform der Nietzange war am Anfang für mich ein echtes
Mysterium. Jeder hatte eine, alle redeten davon und nirgends war
ein Hinweis wie genau die Geometrie denn auszusehen habe...ich habe
das erste Nietmundstück dann einfach hier in der Firma in die Drehmaschine
gespannt und solange herumexperimentiert bis ich mit dem Ergebnis
zufrieden war. Hat nicht länger als eine Mittagspause und 5 Nietversuche
gedauert. Das Ergebnis: es gibt viele passende Geometrien, wichtig
ist nur, dass die Ränder der Niete sauber anliegen. Weil aber manche
Leute im Lebensmittelladen oder in der Anwaltskanzlei arbeiten und
an keine Drehmaschine kommen, gibt es noch den Tip vonn Michel: man
macht das zuhause mit einer Bohrmaschine und einem Dremel (das
Aldi plagiat für 12,95). Ich spanne dazu den Kopf in die Bohrmaschine,
diese in den Schraubstock und stelle sie auf Vollgas , dann
ein Zylindrischer Schleifstein (ca 4mm Durchm.) in den Dremel
und von der Mitte her mit künstlerischer Handbewegung die Linse
herausschleifen ...hört sich komplizierter an als es ist. Der Trick ist, nicht zuviel weg zu nehmen und lieber noch eine Niete mehr auszuprobieren.
Nieten Im Zenith-Forum bei Matronics wird viel über
das Für und Wieder von Kompressoren und pneumatischen Nietzangen
diskutiert. Meine Meinung: ja es geht mit einer handelsüblichen
Blindnietzange und man braucht diese auch oft an Engstellen, es
sollte also eine sein, die gut in die Ecken kommt. Natürlich wird
sich kaum einer den Wahnsinn antun und 10 000 Popnieten per Hand
ziehen. Der sieht dann nachher aus wie Popeye und verbiegt beim
fliegen den Steuerknüppel. Die Kosten für den vielen Spinat würde
ich dann doch in eine Maschine investieren Weil ich aber Schwabe und somit ein Sparbrötchen bin, habe ich mir einen lärmenden Kompressor und eine pneumatische Zange für 300+++Euro verkniffen. Zum Einen besteht lediglich 5-10 % der gesamten Bautätigkeiten aus Nieten, zum Anderen habe ich eine persönliche Abneigung gegen Pressluftwerkzeuge. Die Ausrüstung würde also die meiste Zeit nutzlos herumliegen. Stattdessen habe ich einen Bohrmaschinenvorsatz für Blindniete gekauft. Die Dinger werden normalerweise von Klimaanlagen-Monteuren verwendet und sind mit fast 100 Euro total überteuert aber ich bin sehr zufrieden damit; gibts brigens bei RS-Versandt. Nachteil: es fehlt eine Rückzugsfeder wie in Hand oder pneumatischen Geräten, der Nietschaft muss im Linkslauf der Bohrmaschine entfernt werden, d. h.: laaaangsam! Vorteil: es fehlt eine Rückzugsfeder wie in Hand oder pneumatischen
Geräten, dadurch gibt es KEINEN Rückschlag und somit weniger
Dellen im Blech
Spongebob Wer Feierabend und Wochenendhandwerker ist, dem passiert es öfter, dass er ein paar wenige Blechlein grundieren sollte und damit nicht warten will oder kann bis eine rentable Menge beisammen ist. Am Ende hat man dann wegen einiger Quadratzentimeter einen Pinsel versaut. Den kann man nun Auswaschen und sich mit der größer werdenen Menge an kontaminiertem Lösemittel auseinandersetzen oder den Pinsel wegwerfen. Die Lösung des Dilemmas ist verblüffend einfach: man nehme ein Stück offenporigen Schaumstoff (Verpackungsmaterial oder altes Sitzkissen) und befestige dieses mit etwas Kreppband an einem Stab. Nach beendeter Arbeit den Schaumstoff austrocknen lassen und entsorgen. Zu meiner Freude hat sich herausgestellt, daß das Ergebnis besser aussieht, als mit den ganzen Billigpinseln die ich vorher verbraten habe.
Messerscharf Auch dieser Tip stammt von Michels Site. . Als ich das zum ersten mal gelesen hatte, dachte ich zunächst an einen Scherz. Wie bitteschön soll man ein 0,6mm Alublech mit einem besseren Teppichmesser schneiden können?? ...und wenn das tatsächlich stimmte, sollte ich dann wirklich ein Flugzeug daraus bauen!?! Nachdem nun jedoch meine Blechscheren und ich ein-sagen wir mal-gespanntes Verhältnis haben habe ich das ganze mal ausprobiert und es geht perfekt für alle geraden Schnitte. Das Werkzeug, das man benötigt ist ein "OLFA P-CUTTER 800". Es ähnelt einem Hakenmesser für Teppiche und ist im Baumarkt oder Künstlerbedarf erhältlich. Die allgemeine Bezeichnung dafür kenne ich nicht aber es müsste wohl "Laminatmesser "oder so ähnlich heissen. Der Trick dabei ist, daß man nicht wirklich schneidet, sondern wie ein Fräser einen Span abhebt, indem man das Messer nach hinten zieht. Für Harte Materialien wie Laminate oder PVC genügen ein oder zwei solche "Kratzer" damit man sie brechen kann. Aluminiumblech dagegen muss fast komplett "Durchgefräst "werden. Um ein Verrustschen zu vermeiden muss deshalb ein Lineal über die Schnittlinie geklemmt werden.
Dinge die man unbedingt vermeiden sollte.... Da kann man noch so viel nachdenken, noch so vorsichtig sein, irgendwann trickst man sich selber aus!! Ich brauchte neues Blech für größere Teile. Weil das in ganz Europa schwer zu bekommen ist, habe ich die aktuelle Dollarschwäche (2008) dazu genutzt größere Blechtafeln bei ACS zu bestellen. Soll sich ja lohnen der Aufwand. Die freundliche Dame bei ACS hat mir dann ausgerechnet, daß ich bei 190 $ Warenwert etwa 200$ Fracht bezahlen müsste! Also habe ich die nächsten Tage über dem Katalog gehangen und gegrübelt, was ich noch mitbestellen kann. Ich will auch diese schicken Alurohre als Benzinleitung. Die mit den blauen Bördelverschraubungen. Also habe ich im Netz herumgefragt und Martin hat mir dann sogar seinen Fuel-Plan geschickt. Ich also locker flockig bestellt. Nachdem die Lieferung dann hier war und ich schlussendlich 211$ plus Einfuhrumsatzsteuer für die Fracht gelöhnt hatte, dämmerte mir beim Auspacken, daß da was nicht stimmte mit der Verschraubung. Ich hatte mich darauf konzentriert, ja die richtigen Größen und Mengen zu definieren. Zudem setzte ich mich selber unter Druck weil ich ENDLICH die Bestellung raushaben wollte ==> "Blinder Aktionismus" Schlussendlich nach 5 minuten blättern bei Toni Bingelis wusste ich, daß ich die Stützhülsen vergessen hatte und daß man außerdem ein spezielles Bördelgerät benötigt, welches einen 37° Winkel erzeugt! Nicht zu vergessen die spezial Biegezange! Die Hülsen kosten 0,30$ das Stück, die Fracht das 20fache!! Das Bördelgerät würde nochmal mindestens 70$ kosten Fazit: die Infos lagen seit Jahren vor meiner Nase herum und ich habe mich trotzdem selbst ins Bockshorn gejagt. Schöne, Teure Bescherung!! Also zum Mitschreiben: Für Benzinleitungen aus Aluminium braucht man: 1. Seinen Bauplan 2. Seinen Leitungsplan 3. Die Bücher von Toni Bingelis (Google ist dein Freund) 4. ein 37° Bördelgerät 5. Eine Rohrbiegezange 6. Ausreichend 3/8" Rohrleitung 7. Verschraubungen bestehend aus a.) Fitting, b.) Überwurfmutter und c.) Stützring 9. Einen klaren Kopf!!! |